Ozontherapie

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Ozontherapie – mit Sauerstoffbehandlung die Bluteigenschaften verbessern

Bei der Ozontherapie wird ein Ozon-Sauerstoffgemisch verwendet. Die Methode kann bei verschiedenen Erkrankungen zum Einsatz kommen und sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. Bei Ozon handelt es sich um eine besonders energiereiche Form von Sauerstoff, welche im Gegensatz zu normalem Sauerstoff nicht aus zwei, sondern aus drei Sauerstoffatomen besteht. Dafür wird der Sauerstoff meist ultraviolett bestrahlt.

Wirkung von Ozon

Das Ozon wirkt toxisch auf Viren und Bakterien und kann diese abtöten bzw. in ihrer Aktivität hemmen. Außerdem verbessert das Ozon die Eigenschaften der roten Blutkörperchen, wodurch diese den Sauerstoff leichter freisetzen. Dies erhöht die Sauerstoffabgabe und führt dazu, dass der Sauerstoff leichter vom Gewebe aufgenommen wird. Darüber hinaus sorgt das Ozon für eine bessere Flexibilität und Verformbarkeit der roten Blutkörperchen, wodurch der Sauerstofftransport optimiert wird. Da das Ozon zudem die weißen Blutkörperchen anregt, werden zusätzlich die körpereigenen Abwehrkräfte gestärkt.

Art der Anwendung der Ozontherapie

Die Ozontherapie kommt in unterschiedlichen Formen zur Anwendung. Es kann in oder unter die Haut, in den Muskel oder in die Vene gespritzt werden.

Man unterscheidet:

  • direkte Injektionstherapie
  • kleine Eigenblutbehandlung
  • große Eigenblutbehandlung
  • Beutelbegasung
  • rektale Begasung mit Ozon

 

Sie kann einmal in der Woche bis zu zweimal am Tag erfolgen und bis zu 30 Mal wiederholt werden.

Injektionstherapie

Bei der Injektionstherapie werden 10 bis 20 Milliliter des medizinischen Ozons meist subkutan (unter die Haut), intravenös (in die Vene) oder intramuskulär (in den Muskel) verabreicht. Meist wird im Anschluss daran entsprechende Stelle massiert, um das Gemisch zu verteilen.

Kleine und große Eigenblutbehandlung

Hierfür wird dem Patienten eigenes Blut entnommen mit einem Ozon-Sauerstoff-Gemisch versetzt, verschüttelt und zurückinjiziert.

Bei der kleinen Eigenblutbehandlung werden ca. 1-5 ml aus der Vene entnommen, mit einem Ozon-Sauerstoff-Gemisch versetzt und in den Gesäßmuskel oder unter die Haut zurückgespritzt.

Für die große Eigenblutbehandlung werden dem Patienten ca. 50-100 ml Blut aus der Armvene direkt in eine Einwegtropfflasche entnommen. Dieses Blut wird mit einem Ozon-Sauerstoff-Gemisch angereichert und anschließend als Infusion zurückgegeben. Große und kleine Eigenbluttherapie werden z. B. bei Durchblutungsstörungen oder Allergien angewandt.

Beutelbegasung

Bei der Beutelbegasung erfolgt die Ozontherapie nur äußerlich. Es werden v.a. Ekzeme oder offene Wunden behandelt. Der betroffene Körperteil wird dafür mit einem luftdichten Kunststoffbeutel überzogen. Anschließend wird das Ozon in den Beutel eingeblasen. Dort tötet das medizinische Ozon Bakterien, Viren und Pilze ab, die sich auf der angefeuchteten Haut befinden.

Rektale Begasung mit Ozon

Bei der rektalen Ozon-Anwendung wird dem Patienten mit Hilfe einer Klistierspritze oder aus einem speziell für diese Anwendung hergestellten Übertragungsbeutel das Ozon-Sauerstoff-Gemisch innerhalb von 1-3 Minuten in den Enddarm eingeblasen. Diese Behandlungsmethode kommt v.a. bei entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) zum Einsatz.

Einsatz der Ozontherapie

Die Therapie wird meist zur Stimulierung des Immunsystems, zur Behandlung von Durchblutungsstörungen, Krampfadern, Virusinfektionen (z.B. Herpes, Hepatitis), Asthma, Allergien und Gelenkschmerzen, angewendet.

Die kleine Eigenblutbehandlung kommt u.a. zum Einsatz bei:

  • Asthma
  • Allergien
  • Schmerzen


Die große Eigenblutbehandlung wird angewendet bei:

  • Durchblutungsstörungen
  • Hörsturz
  • rheumatischen Erkrankungen
  • Arthrose
  • Diabetes mellitus
  • Stoffwechselstörungen


Die Beutelbegasung dient v.a. der Behandlung von:

  • Ekzemen
  • Geschwüren
  • Abszessen
  • offenen, schlecht heilenden Wunden

Bei bestimmten Krankheiten und unter bestimmten Bedingungen darf die Ozontherapie nicht angewendet werden. Dazu gehören beispielsweise eine Anämie (Mangel an rotem Blutfarbstoff), Organblutungen oder die Bluterkrankheit. Gleiches gilt bei einer starken Schilddrüsenüberfunktion, Epilepsie, einem Schlaganfall oder einem akuten Herzinfarkt. Auch wenn blutverdünnende Medikamente oder ACE-Hemmer (blutdrucksenkende Arzneimittel) eingenommen werden oder aktuell eine Strahlenbehandlung erfolgt, darf die Therapie nicht zum Einsatz kommen.

Nebenwirkungen der Ozontherapie

Wie bei allen Injektions-Methoden, kann es auch bei der Ozontherapie zu Nebenwirkungen kommen, die von der Injektion selbst herrühren. Der Einstich kann schmerzhaft sein und es kann an der Einstichstelle zu einem Hämatom (Bluterguss) kommen. Außerdem kommt es bei der Eigenblutbehandlung manchmal zu überschießenden Reaktionen, die einer allergischen Reaktion ähneln.

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