Dunkelfeldmikroskopie

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Dunkelfeldmikroskopie - eine ganzheitliche Blutuntersuchung

Dabei handelt es sich eigentlich nicht um eine Therapie, sondern um ein Diagnoseverfahren der ganzheitlichen Naturheilkunde. Allerdings zieht das zugrundeliegende System eine so spezifische Behandlung nach sich, dass es trotzdem hier behandelt werden soll.

Oft wird in diesem Zusammenhang von der Enderlein-Therapie gesprochen. Grundlage für diese spezielle Therapieform war die Ansicht des Zoologen Günther Enderlein, dass sich Mikroorganismen wie Viren und Pilze abhängig vom Milieu ineinander umwandeln können. Er sprach von Pleomorphismus. Das Auftreten bestimmter Formen dieser Mikroorganismen im Blut soll typisch für bestimmte Erkrankungen sein.
Diese lassen sich dann nach seiner Ansicht mit jeweils anderen Formen dieser Mikroorganismen therapieren.

Was ist Dunkelfeldmikroskopie?

Unser Darm stellt ein eigenes Mikro-Ökosystem dar, das von 100 Billionen Bakterien besiedelt wird. Man nennt es Darm-Mikrobiom oder Darm-Mikrobiota. Die Gesamtheit der dort lebenden Mikroorganismen ist die Darmflora. Wie in der Natur, siedeln sich auch in diesem Ökosystem die Lebewesen an, für die die besten Bedingungen bestehen. Im Idealfall sind das ca. 2000 verschiedene Bakterienarten. Sie alle profitieren voneinander und von den Bedingungen in ihrem Lebensraum.

Andererseits profitiert der Darm mit seinen vielfältigen Aufgaben für unsere Gesundheit von seinen kleinen Bewohnern. Wir haben es also mit einer echten Symbiose zu tun. Daher kommt der Begriff „Darm-Symbionten“ für die gewünschten, gesundheitsfördernden Darmbakterien.

Da die Bedingungen in den Gedärmen unserer Mitmenschen nie ganz gleich sind, hat auch kein Mensch die gleiche Darmflora, wie ein anderer. Die Zusammensetzung unseres Mikrobioms ist individuell wie ein Fingerabdruck. Allerdings mit dem großen Unterschied, dass ein Fingerabdruck während des Lebens weitestgehend konstant bleibt, während sich die Zusammensetzung der Darmflora im menschlichen Körper verändert. Sie ist abhängig von Ernährung, Lebensweise, sonstigen Grunderkrankungen und schädlichen Stoffen, die aufgenommen werden.

Wichtig ist die Artenvielfalt – wie in jedem Ökosystem. Im Darm bedeutet das, dass möglichst viele verschiedene der gewünschten Bakterien gute Lebensbedingungen finden sollten. Artenvielfalt ist so wichtig, weil sich dadurch das Ökosystem auch problemlos an vorübergehende veränderte Bedingungen anpassen kann, ohne insgesamt Schaden zu nehmen. Im Ökosystem Wald bedeutet das, dass der Wald als Ganzes problemlos überleben kann, wenn ein Schädling eine bestimmte Baumart befällt und schädigt. Im gesunden und artenreichen Ökosystem Wald gibt es andere Bäume, die die Funktion dieses abgestorbenen Baumes einnehmen können.

Ganz anders sieht das in einem artenarmen Fichtenforst aus: Wenn hier der Borkenkäfer eine Chance bekommt, vernichtet er unter Umständen große Flächen, weil keine anderen Bäume „einspringen“ können. Bei unseren Darmbakterien ist das durchaus vergleichbar: Wenn wir uns mal eine Weile ungesund ernähren und einige Arten leiden, können andere die Funktion übernehmen, wenn das Milieu stimmt und die Darmflora insgesamt stabil und artenreich ist.

Was kann man mit Dunkelfeld-Diagnose sehen?

Mit dieser Methode erfolgt hauptsächlich eine qualitative Beurteilung des Blutes. Aussehen, Aktivität und Funktionstüchtigkeit insbesondere der roten Blutkörperchen (Erythrozyten), aber auch anderer Strukturen im Blut werden bewertet. Die Blutzellen können im Dunkelfeld in Vergrößerungen bis 1000fach beobachtet werden. Dem geübten Therapeuten fallen dann bestimmte Eigenschaften des Blutes auf, mit deren Hilfe er den Momentan-Zustand des Patienten besser analysieren kann.

Die Beobachtungen lassen Rückschlüsse zu auf Stoffwechselstörungen, bestimmte Belastungen oder Erkrankungen, Vorstufen von Krankheiten und vieles mehr. Moderne Geräte geben heutzutage die Möglichkeit, dass Patienten die Analyse ihres Blutes live auf einem Monitor verfolgen können.

Die bekanntesten Phänomene der Dunkelfeld-Diagnostik

Die folgenden Phänomene bzw. Eigenschaften sind besonders häufig zu beobachten:

  • So genannte Bärentatzen deuten auf Fettstoffwechselstörungen hin. Die Erythrozyten haben hier eine tatzenähnliche Form.
  • Geldrollenbildung ist ein Phänomen, das bei verschiedenen Belastungen beobachtet wird. Beispielsweise bei Schwermetall-Belastung und bei Belastungen durch Elektrosmog. Hier verkleben die Erythrozyten so miteinander, dass es aussieht, wie eine Geldrolle.
  • Das gehäufte Vorkommen so genannter Symplasten deutet auf einen unausgewogenen Säure-Basen-Haushalt hin und ebenso auf bestimmte Stoffwechselstörungen.
  • So genannte Filite sind helle, nadelförmige Gebilde im Plasma. Man findet sie gehäuft bei Durchblutungsstörungen und Stauungen im Körper.

Wer führt die Blutuntersuchung mittels Dunkelfeldmikroskopie durch?

Sowohl Heilpraktiker als auch einige naturheilkundlich versierte Ärzte bedienen sich in ihrer Praxis dieser Methode. Sie entnehmen dann meist einen Tropfen Blut aus der Fingerbeere. Mit Hilfe des Dunkelfeldmikroskopes erfolgt dann eine gründliche Untersuchung.

Mit einer naturwissenschaftlichen Sicht ist es schwierig, die Postulate von Enderlein zu akzeptieren. Nach heutigem Wissensstand sind sie überholt. Nichtsdestotrotz haben viele Therapeuten große Erfolge mit dieser Art der Diagnose und der daraus abgeleiteten Therapien.

Der große Vorteil von regulierenden Therapieformen wie der Enderlein-Therapie aber auch der Homöopathie ist es, dass es sich um ursächliche Therapien handelt. Sie unterstützen den Körper dabei, seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Damit haben sie einen eher regulierenden Effekt auf die Körperfunktionen und gestörte Körpervorgänge. Die meisten anderen Arzneimittel blockieren oder aktivieren dagegen direkt diese Körperfunktionen.

Die Folge: Homöopathische Arzneimittel und solche, die im Zuge der Enderlein-Therapie bzw. der Dunkelfeldmikroskopie angewendet werden, haben meist keine oder zumindest nur sehr geringe Nebenwirkungen.

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