Magnetfeld-Therapie

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Magnetfeld-Therapie

Die Magnetfeld-Therapie wird bereits seit Jahrhunderten zur Behandlung verschiedener Erkrankungen genutzt. So sollen sich chinesische Ärzte die Heilkraft magnetischer Steine schon vor Jahrtausenden zunutze gemacht haben. Auch Hippokrates, der berühmte Arzt des Altertums, beschrieb in seinen Werken den Einsatz von Magneten bzw. magnetischen Steinen in der Medizin.

Bei dem Naturheilverfahren werden die Patienten magnetischen Feldern ausgesetzt. Diese sollen im Körper elektrische Spannungen hervorrufen, die dann wiederum verschiedene chemische und physikalische Körper-Vorgänge positiv beeinflussen.

Die Grundlagen der Magnetfeld-Therapie

Magnetfelder umgeben uns überall, sind jedoch nicht sichtbar. Viele Moleküle unseres Körpers sind auch Ladungsträger reagieren dadurch auf elektromagnetische Einflüsse. Elektromagnetische Kraftfelder sind eine Grundlage vieler Stoffwechselabläufe. So sind bestimmte Ladungen notwendig für einen gerichteten Transport von Informationen, aber auch Nähr- und Vitalstoffen sowie Stoffwechselendprodukten durch den Körper. Mit Hilfe der Magnetfeld-Therapie sollen krankmachende Störungen im körpereigenen Stoff-, Energie-, Informationsfluss beeinflusst werden.

Durchführung der Magnetfeld-Therapie

Zwar werden immer häufiger auch Magneten zur Selbstbehandlung angeboten, die Magnetfeld-Therapie zur Behandlung von Krankheiten sollte jedoch von einem erfahrenen Therapeuten durchgeführt werden. So steht vor der Therapie mit dem Magnetfeld immer erst eine ausführliche Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese). Während der Behandlung sitzt oder liegt der Patient voll bekleidet. Die elektromagnetischen Schwingungen werden mittels eines speziellen Geräts auf die gewünschten Stellen am Körper des Patienten übertragen.

Es kommen verschiedene Geräte zum Einsatz, beispielsweise Magnetkissen, Spulen oder Magnetmatten. Die Dauer der einzelnen Behandlung hängt sowohl von den Beschwerden des Patienten als auch von der Stärke des verwendeten Magnetfeldes ab. Während der Behandlung kann der Therapeut die Stärke des elektromagnetischen Feldes individuell anpassen. Ein Therapiezyklus umfasst je nach Krankheitsbild bis zu 15 Behandlungen.

Wirkungsweise der Magnetfeld-Therapie

Die Magnetfeld-Therapie soll zur Regulation der elektromagnetischen Felder im Körper beitragen. Durch die Therapie kann sich Aufnahmefähigkeit der Körperzellen für verschiedene Stoffe verbessern, ebenso der Abtransport von Stoffwechselprodukten und Abfallstoffen.

Zudem kann sich durch das Verfahren der Sauerstoffgehalt im Gewebe erhöhen, wobei die Zellen nicht nur mehr Sauerstoff erhalten, sondern diesen auch besser nutzen können. Sauerstoff ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Energieerzeugung in den Zellen. Ohne eine ausreichende Energieversorgung können Körperzellen ihre lebenswichtigen Zellfunktionen nicht aufrechterhalten.

Auch auf die Gefäße kann sich die Therapie mit den elektromagnetischen Feldern positiv auswirken. So lässt sich die Spannung der Blutgefäße regulieren, was Einfluss auf den Blutfluss und den Blutdruck haben könnte.

Anwendungsgebiete der Magnetfeld-Therapie

Aufgrund der gefäßregulierenden Wirkeigenschaften kann die Therapie zur Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie) genutzt werden. Die durchblutungsfördernde Wirkung konnte in einigen thermographischen (mit Wärmebildern arbeitenden) Untersuchungen nachgewiesen werden. Zu den Anwendungsgebieten gehören deshalb auch chronische Durchblutungsstörungen, und Gefäßerkrankungen, wie die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), auch als Schaufensterkrankheit bekannt.

Das erhöhte Sauerstoffangebot und der verbesserte Abtransport von Stoffwechselendprodukten können sich zudem positiv auf Verspannungen und Verkrampfungen auswirken. Schmerzen, die durch lokale Stoffwechselstörungen entstanden sind, können zurückgehen.

Die Magnetfeld-Therapie wird ferner bei folgenden Erkrankungen und Beschwerden angewandt:

  • Kraft- und Energiearmut, Schwäche, Verstimmungen, Depressionen
  • Fibromyalgie (chronische Erkrankung mit starken Muskelschmerzen)
  • Schmerzen in den Gelenken
  • Nervenschmerzen bedingt durch Diabetes mellitus
  • Menstruationsbeschwerden
  • Morbus Sudeck (komplexes regionales Schmerzsyndrom)
  • Erkrankungen der Schilddrüse
  • Kopfschmerzen
  • Wundheilungsstörungen

Das Behandlungsverfahren eignet sich als Einzeltherapie sowie auch als ergänzende Methode zur schulmedizinischen Behandlung, sollte aber bei allen ernsthaften Erkrankungen immer nur in Absprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker erfolgen. Besondere Vorsicht sollte walten, wenn Metalle im Körper sind (künstliche Gelenke, Platten…). Nicht angewendet werden sollte die Therapieform in der Schwangerschaft und wenn ein Herzschrittmacher verwendet wird.

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