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Weihnachtsbäckerei: Aus Heilpflanzen werden Gewürzpflanzen

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Nicht nur lecker, sondern auch gesund

Einige Pflanzen haben nicht nur verborgene Heilkräfte von der Natur mitbekommen, sondern auch wunderbare Aromen. Gerade in der Weihnachtszeit kommen daher Nelken, Zimt, Kardamom, Muskat, Anis, Sternanis oder Piment zum Einsatz – um nur einige zu nennen.
Wie man aus Hafer, Zimt, Muskat und Walnuss unsere Hafer-Zimt-Plätzchen backt, erfahren Sie im letzten Teil des Artikels. Zuvor wollen wir die 4 Zutaten noch etwas genauer anschauen:

Zimt (Zimtrinde, Cinnamomum aromaticum)

Die aromatische Rinde des Zimtbaums ist nicht nur eins der bekanntesten Weihnachtsgewürze, sondern zählt zu den ältesten Gewürzen der Welt: Bereits das Kräuterbuch des chinesischen Kaisers Shen Nung (ca. 2700 v.Chr.) erwähnt das beliebte Gewürz. Bis ins Mittelalter hinein war der Zimt aufgrund seiner langen Handelswege unglaublich wertvoll und diente als fürstliches Geschenk. Seine ätherischen Öle und Gerbstoffe wirken unter anderem antibakteriell, krampflösend und schmerzstillend. Als Medizin wird Zimt bei Appetitlosigkeit, Übelkeit, Blähungen und anderen Verdauungsproblemen eingesetzt. 

Hafer (Avena sativa)

Seit mehr als 4000 Jahren nutzen die Menschen in Europa dieses Getreide, das zunächst Hauptsächlich als Viehfutter für Ziegen und Pferde diente. Später lieferte es auch dem Menschen Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate und wichtige Ballaststoffe. Bis ins 16. Jahrhundert braute man aus Hafer auch Bier.
Medizinisch genutzt wird das grüne Haferkraut in der Volksheilkunde z.B. als symptomatisches Beruhigungsmittel bei nervösen Erschöpfungszuständen, urologischen Beschwerden, bei Rheuma und als Aufbaumittel zur Kräftigung. Avena sativa wirkt sich außerdem positiv auf die Konzentrationsfähigkeit und Schlaf aus – Haferflocken z. B. sind daher ideal für typische „Kopfarbeiter“.

Muskatnuss (Myristica fragrans, Nux moschata)

Im 16. Jahrhundert wurde Muskat das „Gold Ostindiens“ genannt und Briten, Spanier, Portugiesen und Niederländer bekriegten sich wegen der Frucht des Muskatnussbaumes. Die Naturvölker Asiens nutzen die Muskatnuss bei Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Magenbeschwerden oder Kreislaufstörungen, was auch der heutigen Anwendung in der Naturheilkunde entspricht. Hinzu kommt eine mögliche Anwendung der Muskatnuss bei nervösen körperlichen Beschwerden. Durch die leicht berauschende Wirkung des Myristicins, einem ätherischen Öl, gilt es in der Volksmedizin auch als Aphrodisiakum.

Echte Walnuss (Juglans regia)

Der lateinische Name bedeutet „königliche Frucht des Jupiter“, womit zum Ausdruck kommt, dass sie schon seit alters her eine mythische Rolle spielte: Der Baum wurde wegen seiner majestätischen Gestalt und reichen Fruchtansatzes mit Königswürde und Fruchtbarkeit in Verbindung gebracht. Sowohl die Nüsse selbst, als auch die noch grünen Fruchtschalen und die Blätter finden Anwendung in der Medizin, z.B. bei Kopfschmerzen, Hautausschlägen, Lymphkotenentzündungen und Leberstörungen. Neben Juglans regia werden auch Pflanzenteile von Juglans cinerea, der Grauen Walnuss, medizinisch genutzt.

Rezept Hafer-Zimt-Plätzchen

In einer Schüssel weiche Butter (50 g) mit 40 g Honig, 7 EL Milch, einem Ei und 4 EL Vanillezucker vermengen. In einer zweiten Schüssel 125 g Haferflocken, 165 g Mehl, 35 g Rohrzucker, 1,5 TL Backpulver, 0,5 TL Zimt, etwas geriebene Muskatnuss, 100 g kleingeschnittene, getrocknete Aprikosen und 100 g gemahlene Walnüsse mischen und diese Mischung unter die Erste rühren. Sobald alle Zutaten gut vermischt sind, kleine Portionen auf einem mit Backpapier belegtes Backblech verteilen. Bei 190°C ca. 15 min backen und leicht bräunen lassen. Die fertigen Plätzchen auf einem Kuchenrost abkühlen lassen.

In diesem Sinne: Eine gesunde und leckere Weihnachtszeit!

 

Quellen:
Boericke W (2000). Homöopathische Mittel und ihre Wirkungen. „Marteria Medica und Repetitorium“ 6. Auflage, Wissenschaftlicher Autoren Verlag KG, Leer
www.agrilexikon.de/index.php?id=hafer
www.spektrum.de/abo/lexikon/arznei/1282
www.wissenschaft-online.de/abo/lexikon/arznei/7677
lexikon-alternativ-heilen.de/heilpflanzen/zimt.htm
de.wikipedia.org/wiki/Echte_Walnuss
de.wikipedia.org/wiki/Talgmuskatnussbaum
www.heilpflanzen-online.com/heilpflanzen-a-z/muskatnuss.html

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