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Nur klein aber oho: der Thymian (Thymus vulgaris)

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Bereits in der Antike nutzte man den Thymian als kräftesteigernden Badezusatz und gegen Kopfschmerzen. Seit dem 11. Jahrhundert ist er in vielen unserer Klostergärten zu finden und wird in unseren Breiten seit dieser Zeit vor allem bei Husten und Erkältungskrankheiten geschätzt.

Klein, vielseitig und widerstandsfähig

Es gibt in Mittel- und Südeuropa verschiedene Thymus-Arten. Den Echten Thymian (Thymus vulgaris) findet man besonders an sehr sonnigen Stellen und auf kargen Böden. In den Alpen kann man ihn auch noch oberhalb von 2000 m finden. Erstaunlich ist seine Anpassungsfähigkeit an widrigste Bedingungen und die feste Verankerung im Boden. Dort ist er bis zu einem Meter tief verwurzelt, während über der Erde nur wenige Zentimeter dieses Zwergstrauches zu sehen sind.


Da der Thymian bei uns sowohl als Küchengewürz als auch als Heilkraut sehr beliebt ist, findet man ihn in jedem Garten und auch auf vielen Balkons. Es gibt inzwischen unzählige Sorten und Zuchtformen.

Uralte Heilpflanze, aber kein bisschen verstaubt

In den Blättern und Blüten findet man ätherisches Thymian-Öl. Dieses enthält viel Thymol. Das ist ein stark antimikrobiell wirkender Stoff, der das Wachstum von Bakterien, Viren und Pilzen hemmen kann. Diese desinfizierende Wirkung des Thymols macht den Thymian sowohl als Heilpflanze als auch zum Konservieren von Speisen wertvoll.

Weitere Eigenschaften erklären seine hohe Wertschätzung bei Husten und Erkältungskrankheiten: Thymian-Extrakt verflüssigt den Schleim, fördert den Auswurf und wirkt zusätzlich noch krampflösend. Deshalb ist er in vielen Hustensäften enthalten.

So können Sie Thymian selbst als Heilpflanze nutzen

Sowohl aus getrocknetem als auch aus frischem Thymian können Sie einen Hustentee oder eine Gurgellösung bereiten. Sie können den Aufguss aber auch als Badezusatz nutzen oder in Form von Auflagen und Wickeln. Die heilende Wirkung des ätherischen Thymianöls kann sich durch Wärme besonders gut entfalten. Deshalb sind Bäder und heiße Wickel und Auflagen besonders effektiv.

Als Küchengewürz macht der Thymian durch seine verdauungsregulierenden Eigenschaften vor allem Fleisch- und Wurstwaren bekömmlicher. Gerade in der mediterranen Küche ist er auch deshalb beliebt, weil er einen Beitrag dazu leistet, dass die Speisen nicht nur schmackhafter und bekömmlicher sind, sondern auch weniger schnell verderben.