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Bernsteinfund zeigt: Strychnos nux-vomica ist eine Millionen Jahre andauernde Erfolgsgeschichte

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Brechnussblüten eingeschlossen in Bernstein

Jahrmillionen haben zwei kleine Blüten einer bis dato unbekannten, weil mittlerweile ausgestorbenen Art eingeschlossen in Bernstein überdauert, um im Jahr 2016 von Wissenschaftlern in einer Mine in der Dominikanischen Republik entdeckt zu werden – so das renommierte Pflanzen-Fachjournal „Nature Plants“.

Diese eingeschlossenen Blüten („Inklusen“) sind weniger als 2 Zentimeter lang, sehr gut erhalten und geben Zeugnis davon ab, dass Vertreter der Pflanzenart der Brechnüsse (Strychnos) bereits seit weit über 15 Millionen Jahren auf der Erde verwurzelt sind. Die Blüten aus dem Erdzeitalter des mittleren Tertiär sind den Forschern zufolge die einzigen bisher gefundenen fossilen Exemplare aus der Familie der Brechnüsse.

Brechnüsse als Gift und Medizin
Die Gewöhnliche Brechnuss (Strychnos nux-vomica) ist eine giftige Heilpflanze, aus der das berühmt-berüchtigte Strychnin gewonnen wurde (seit den 1950er Jahren kann man dieses Gift auch chemisch synthetisieren). Auch das südamerikanische Pfeilgift Curare stammt übrigens von einer Strychnos-Art.

Strychnos nux-vomica hat aber auch eine heilende Seite: Homöopathisch verdünnt und damit potenziert wird es als Bestandteil von homöopathischen Arzneimitteln verwendet. Der naturmedizinische Wirkstoff Brechnuss, Nux vomica, unterstützt bei: Übelkeit und Brechreiz, Stress, Anspannung und Erschöpfung, Ungeduld und Reizbarkeit, Verdauungsstörungen, Reizdarm, Magenkrämpfen sowie Nervenschmerzen.

Quellen:
www.spektrum.de/alias/bilder-der-woche/bluete-in-bernstein/1399558
www.tagesspiegel.de/wissen/blueten-im-bernstein-giftspur-in-den-regenwald/12966280.html
www.scinexx.de/wissen-aktuell-19850-2016-02-16.html

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