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Am Puls der Natur

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Über den nächtlichen Sternenhimmel staunen, die Borke eines Baumstamms berühren, Schnee in der Hand schmelzen lassen, die wärmende Sonne auf der Haut spüren…

Wie oft sind wir wirklich noch so nah am Puls der Natur?

Heutzutage schauen wir meistens statt zu den Sternen in Bildschirme und berühren Touchpads. Neben zahlreichen Vorteilen (schnellere Kommunikation, leichterer Zugang zu Wissen, stärkere Vernetzung uvm.) sind die Nachteile übermäßigen Gebrauchs ebenfalls deutlich in unserer Gesellschaft zu beobachten (Informationsüberflutung, soziale Isolation, geistige und materielle Verarmung, Ressourcenausbeutung bei Menschen und Natur…).

Ein immer weiter und schneller voranschreitendes Entfernen von der Natur wirkt sich auf Körper und Seele aus: Industriell verarbeitete Nahrungsmittel ignorieren das, was der Körper wirklich braucht – einige der zahlreichen Folgen sind brüchige Knochen, schlechte Zähne, Bluthochdruck und Übergewicht. Auch unsere Psyche leidet am „unnatürlichen“ Lebensstil: zu kurzer und zu wenig erholsamer Schlaf macht uns müde, antriebslos und unkonzentriert. Arbeitszeiten, die unseren Biorhythmus nicht berücksichtigen, laugen uns aus, Dauerstress, der keine Erholungsphasen zulässt, zerrt an unseren Nerven und schlägt uns aufs Herz – die Liste lässt sich beliebig fortführen.

Kleine Veränderungen im Lebensstil können vieles positiv verändern:

  • Fernseh- und PC-Zeiten eingrenzen, um ausreichend Zeit für Natur zu haben.
  • Nicht 24 h erreichbar sein: die überwältigende Mehrheit der „Nachrichten“ ist so unwichtig, dass sie auch ein paar Stunden warten kann, also Handy auch mal stundenweise abschalten.
  • Kleinere Wegstrecken zu Fuß und nicht mit dem Auto zu erledigen und Treppe statt Aufzug zu nehmen sind die ersten Schritte, um Bewegung nicht als Last, sondern als Lust zu begreifen.
  • Bewusst einkaufen (regional, saisonal) und selbst kochen, statt Fertigprodukte zu verwenden, versorgt unseren Körper mit allem, was er an Vitaminen, Spurenelementen und sonstigem braucht. Sich mit dem, was man isst, selbst zu beschäftigen, schafft Bewusstsein für qualitativ hochwertiges Essen und dafür, was es mit dem eigenen Körper macht.
  • Gesunder Schlaf („Schlafhygiene“-Regeln einhalten) und Auszeiten helfen uns, abzuschalten, die Akkus aufzuladen und Geist und Körper zu regenerieren.
  • Echte Kontakte zu realen Menschen stärken uns durch Vertrauen, Hilfe, Bindung und Gefühle von Sicherheit.

Wer sich für eine naturnahe, gesündere Lebensweise keinen Raum schafft, wird über kurz oder lang von Körper und Seele eine Zwangspause oder anderweitige Quittung verpasst bekommen. Deshalb mehr Natur wagen! Sie kann uns Ruhe, Bewegung, Ausgleich, Nährstoffe und vieles mehr schenken, wenn wir es zulassen. Jeder von uns hat nur einen Körper und ein Leben: Gönnen Sie sich selbst mehr Lebensqualität.