Aderlass

Der Aderlass, eine Blutentnahme zu therapeutischen Zwecken, ist eine der ältesten medizinischen Behandlungsformen überhaupt. Seit der Antike gilt er als krampf- und schmerzstillendes, ja sogar als antientzündliches Mittel. Im Mittelalter wurde er jedoch so exzessiv ge- und häufig sogar missbraucht, dass er in Verruf geriet. Erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts spielt der Aderlass in naturheilkundlichen Praxen wieder eine Rolle. Sachgemäß eingesetzt gilt er als Ausleitungs- und Umstimmungsmethode und hat sich v.a. bei einigen Zivilisationskrankheiten und „vollblütigen“ Bluthochdruck-Patienten bewährt.