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Heimisches Superfood: Pastinaken (Pastinaca sativa)

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Die volkstümlichen Namen „Hammelmöhre“, „Hirschmöhre“ oder „Welsche Petersilie“ zeigen, womit die gelblich-weiße Pastinake verwandt ist – botanisch, optisch und auch geschmacklich. Von anderem Gemüse wie Karotten und Kartoffeln weitestgehend aus der Küche verdrängt feierten Pastinaken in den letzten Jahren ein grandioses Comeback, besonders im ökologischen Landbau. Der Geschmack erinnert an die sehr ähnlich aussehende Petersilienwurzel, ist aber im Vergleich deutlich milder und zurückhaltender, etwas ähnlich zu Möhren und Sellerie, aber deutlich süßer. Hier liegt auch der Grund, warum das gesunde Wurzelgemüse erst nach dem ersten Frost geerntet wird: durch die Kälte wandelt die Wurzel Stärke in Zucker um.

Gemüse, das es in sich hat

Gesund ist das Wintergemüse allemal, denn die Pastinake enthält beispielsweise mehr Vitamin C und Kalium als Karotten, außerdem B-Vitamine, Vitamin E und rund 5 Gramm Ballaststoffe auf 100 Gramm Gemüse. Weitere Vorteile sind die gute Lagerfähigkeit und dass die Wurzel auch für empfindliche Mägen geeignet sind, daher auch häufig für Babynahrung verwendet wird. In früheren Zeiten war die Pastinake gerade in den kalten Monaten ein wichtiges Grundnahrungsmittel - heute rückt das leckere Wurzelgemüse dank seines süßlichen Geschmack und dem hohen Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen zu Recht wieder in den Fokus.

Wie kann man Pastinaken von Wurzelpetersilie unterscheiden? Am besten geht das anhand des Geruchs: Petersilienwurzel riecht deutlich wie Petersilie.

Roh, kochen oder braten?

Muss man Pastinaken kochen oder kann man Pastinaken auch roh essen: Ja! Sollte man sogar, denn roh bleiben die Inhaltsstoffe am besten erhalten, zum Beispiel wenn man von kleinen Pastinaken aus dünnen Scheibchen einen Salat macht. Wenn man junge, schlanke Wurzeln nimmt, kann man auch prima die Schale mitessen – bei dickeren Exemplaren wird auch die Schale zunehmend stärker und holziger. Diese sollte man dann besser schälen, bevor man sie in dünne Scheiben schneidet.

Zubereiten des Wurzelgemüses: Suppe, Salat, Püree & Co.

Ansonsten kann man die süßlich würzigen Wurzeln den ganzen Winter in der Küche genauso zubereiten wie Karotten und Kartoffeln, also ideal zum Braten, für würzige Suppen, deftige Eintöpfe, Aufläufen, als leckere Chips, gebraten oder in kochendem Salzwasser zubereitet als Gemüse-Beilage oder in Form eines Pürees. Pastinaken-Rezepte finden sich mittlerweile im Internet zuhauf, oft auch in Kombination mit Rote Bete, Möhre, Rübe, Kartoffel oder anderem Wurzelgemüse. Gerade zusammen schmecken diese Wintergemüse außerordentlich gut und können einen Beitrag leisten zu einer gesunden Ernährung.

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